Auszüge aus der Repertoire-Vielfalt
The Spirit of GAMBO spielt The Months von Christopher Simpson
Das Musikalische Leben im England des 17. jahrhunderts wurde lange Zeit durch drei befreundete komponisten geprägt: Mattew Locke, John Jenkins und Christopher Simpson. Der bekannteste von ihnen war zunächst Christopher Simpson. Während er heutzutage haupsächlich als theoretiker angesehen wird, war er zu seinen Lebzeiten berühmt als Komponist und Gambenvirtuose. Eines der wichtigsten Werke von Simpson ist The Months, eine Reihe von 12 Kompositionen. John Jenkins, ein Freund und Kollege, war von diesen Stücken so beeindruckt, dass er über sie folgendes Loblied schrieb:
And those thy well composed Months o' the Yeere;
Which Month thy pregnant Muse hath richly Drest,
And to each Month hath made a Musick-feast.
Und so ihr Wohlgeschaffenen Monate des jahres;
Reich hat euch die Muse geschmückt,
Und jeden Monat zu einem musikalischen Fest gemacht.
Die zwölf 'Fancies' The Months gleichen kleinen Wettstreiten. Mit seiner Musik fordert Christopher Simpson die Gambisten reihum zu hochvirtuosem Spiel heraus, um anschließend alle in harmonischem Zusammenspiel wieder 'zur Ordnung' zu rufen. Simpson wendet hier den Division-Stil an, eine Technik, bei welcher der Spieler über ein zuvor bekanntgemachtes Motiv improvisiert.
Wen stimmte eine solche Abwechslung von temperamentvollen Passagen und spontanem Glitzerwerk nicht fröhlich?
Besetzung:
3 Gamben, Orgel oder Laute
Auftakt zu Henry Purcell
Die Fantazias von Henry Purcell (1659 – 1695) gehören zu den spannendsten Kammermusiken der Barockzeit. Jede Fantazia gleicht einer Wanderung durch eine bizarre Berglandschaft, mit tiefen Schluchten und unerwarteten Ausblicken. Wie Champagner perlen die Ayres und Divisions von John Jenkins (1592 – 1678) und Christopher Simpson (ca. 1606 – 1667). In ihrer Leichtfüßigkeit korrespondieren sie aufs vorzüglichste mit den ernsteren Kompositionen von Purcell.
Besetzung:
4 Gamben
Pleasant Teares
Mit dem Lied "Flow my Tears" schrieb John Dowland einen 'Top-Hit' (1604). Später dann verwendete er diesen verwendete er diesen zu Tränen rührenden Geniestreich nochmals in seinen 'Lachrimae, or Seaven Tears' (1604), wo er jede Pavane mit diesem Lied beginnen läßt, um ihr daraufhin ihren ganz eigenen Charakter zu verleihen. Von den echten bis hin zu den Krokodilstränen rollen sie alle, unter dem Motto: "Pleasant are the Tears wich Musicke weeps".
Besetzung:
Nico van der Meel, Tenor
5 Gamben
Laute